Aktuelles

Meldung fehlender oder neuer Veranstaltungen bitte per Mail an gleichstellungsbuero@uni-mainz.de.

13.12.2022 | 12:15 Uhr Denkanstöße - Food for Thought (online)

Wer ist der Anthropos im Anthropozän? Feministische Wissenschaft- & Technikforschung am Gegenstand der neuen Erdepoche ‚des Menschen‘ mit Justus Pötzsch.
Wir leben in einer neuen Zeitrechnung! So zumindest scheint das vorherrschende Bild der planetaren Wirklichkeit seit Paul Crutzen und Eugene Stoermer um die Jahrtausendwende eine neue Erdepoche unter dem Namen Anthropozän ausriefen. Diese Bezeichnung führt dabei modernistische wie ‚säkular-sakrale‘ Phantasien einer absoluten bzw. gottgleichen Deutungsmacht ‚des Menschen‘ respektive ‚der Menschheit‘ über den Planeten fort. Auch wenn das Zeitalter der ‚Geology of Mankind‘ noch nicht ihre finale Gestalt angenommen hat – menschengemachter Klimawandel, globales Massenaussterben und Geoengineering eröffnen sowohl apokalyptische wie apotheotische Entwicklungsszenarien –, regt sich dennoch nachhaltiger Zweifel an dem dominierenden Narrativ einer kollektiven, also von der gesamten Menschheit hervorgerufenen planetaren Veränderung. Insbesondere offenbart die, vor allem einer feministischen Theorietradition verpflichtete, posthumanistische Kritik an dem namentlichen ‚Erdzeitalter des Menschen‘ die massiven Differenzen der Verursachenden wie auch Erleidenden einer radikalen geosystemischen Transformation. Was verbirgt sich also hinter diesem ‚Wir‘, welches sich als vermeintlich definitorische Macht für unsere terrestrische Situation verantwortlich zeigt? Weitere Informationen und den Zugangslink zur Veranstaltung finden Sie hier.

17.11.2022 | 18:15 Uhr Podiumsdiskussion "POLTEIA - wo bleiben deine Frauen?" (online)

Expert*innen aus Wissenschaft und politischer Praxis diskutieren die Frage, warum Frauen (noch immer) in politischen Ämtern und Parlamenten unterrepräsentiert sind. Männer haben rund 70 Prozent der Mandate in Bund, Ländern und Kommunen inne. Worin liegen die Ursachen für diesen Befund? Welche Rolle spielen soziostrukturelle Faktoren, Kommunikations- und Diskussionsstile sowie Parteikulturen? Welche Rahmenbedingungen und Verhaltensstile begünstigen mehr Engagement von Frauen im Feld der Politik?
Unsere Gäste sind:
- Dr. Dorothee Beck, Politikwissenschaftlerin, Publizistin
- Nadine Gersberg, MdL SPD Hessen, Diplom-Sozialwirtin
- Anke Robert, Rechtswissenschaftlerin, Sprecherin des Frauenpolitischen Rates Brandenburg e. V. und Mitbegründer des Vereins Frauen aufs Podium
- Christin Sauer, Ortsvorsteherin von Hartenberg/ Münchfeld, Vorsitzende Kreisverband Mainz und umweltpolitische Sprecherin der Stadtratsfraktion Die Grünen
- Torsten Körner, Journalist, Dokumentarfilmer und Autor zu seinem Film "Die Unbeugsamen".
Die Veranstaltung erfolgt als Koopertion der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, der Hochschule Mainz, der Katholischen Hochschule Mainz und der Hochschule RheinMain.
Anmeldung zum Erhalt des Links zum Online-Podium über: www.chancengleichheit.hs-rm.de/politeia

Wiedereinstiegsstipendien für Wissenschaftlerinnen

Gerne möchten wir Sie darauf aufmerksam machen, dass das rheinland-pfälzische Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit zweimal jährlich Wiedereinstiegsstipendien für Wissenschaftlerinnen ausschreibt. Diese sollen Wissenschaftlerinnen im Anschluss an eine Familien- bzw. Betreuungsphase oder eine qualifizierte Berufstätigkeit einen Wiedereinstieg ermöglichen, um eine bereits begonnene wissenschaftliche Arbeit zum Abschluss zu bringen.
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie diese Information an potentiell Interessierte weitergeben würden. Alle weiteren Informationen zur Ausschreibung, wie Informationen zu den Voraussetzungen, dem Verfahren und zur Vergabe finden Sie auf unserer Homepage Wiedereinstiegsstipendien des Landes Rheinland-Pfalz | Stabsstelle Gleichstellung und Diversität (uni-mainz.de)
Eingangsfrist in der Stabsstelle Gleichstellung und Diversität ist der 10. Dezember 2022 für einen voraussichtlichen Beginn ab April 2023.
Eine vorherige Beratung (bis auf Weiteres telefonisch und per E-Mail) durch die Stabsstelle Gleichstellung und Diversität ist verpflichtend.

Einzelcoachings im Rahmen des Programms Weiblicher Wissenschaftsnachwuchs

Ebenso möchten wir Sie gerne auf unsere Ausschreibung für Einzelcoachings im Rahmen des Programms Weiblicher Wissenschaftsnachwuchs aufmerksam machen.
Um Frauen auf ihrem wissenschaftlichen Weg zu unterstützen, werden in der Phase unmittelbar vor Abschluss der Promotion sowie während der Postdoc-Phase Einzelcoachings zur besseren Planung und Durchführung der weiteren akademischen Laufbahn angeboten. Das Angebot besteht aus einem Kostenzuschuss für Einzelcoachings bei einer/einem versierten externen Coach Ihrer Wahl in Höhe von max. 1000 Euro pro geförderter Person.
Eingangsfrist in der Stabsstelle Gleichstellung und Diversität ist der 15. November 2022.
Alle weiteren Informationen finden Sie auf unserer Homepage
Einzelcoaching | Stabsstelle Gleichstellung und Diversität (uni-mainz.de)

10.11.2022 | 18 Uhr: Alles eine Frage der Perspektive? Geschlechterstereotype im Jurastudium

Wenn die drei Prüfer in der Mündlichen Examensprüfung mit Vornamen Thomas, Michael und Andreas heißen, wenn im Sachverhalt Männer Anwälte und Frauen Sekretärinnen sind, wenn Lehrbücher sich nur an „Studenten“ richten... ist es an der Zeit, sexistische Strukturen in der juristischen Ausbildung in den Blick zu nehmen. Auf welchen Ebenen im Jurastudium wirken stereotype Geschlechterrollen, und welche neuen Perspektiven sollten wir einfordern? ...
Ein Vortrag von Nora Wienfort, Deutscher Juristinnenbund (djb)
Detaillierte Informationen zum Inhalt und den Link zu BBB finden Sie auf der Seite der Veranstaltung.

09.11.2002 | Mutterschaft und Wissenschaft - digitale Lesung & Diskussion zur (Un-)Vereinbarkeit von Mutterbild und wissenschaftlicher Tätigkeit

Mit einer Lesung geben Dr. Sarah Czerney und Dr. Lena Eckert Einblick in ihre beiden Bücher "Mutterschaft und Wissenschaft. Die (Un-)Vereinbarkeit von Mutterbild und wissenschaftlicher Tätigkeit“ (2020) und „Mutterschaft und Wissenschaft in der Pandemie. (Un-)Vereinbarkeit zwischen Kindern, Care und Krise“ (2022). In der anschließenden Diskussion wollen wir Sie dazu einladen, gemeinsam mit den Herausgeberinnen das Spannungsfeld zwischen Mutterschaft und Wissenschaft auszuloten. Ihre persönlichen Erfahrungen,  Herausforderungen und Ideen zu einer besseren Vereinbarkeit von Mutterschaft und Wissenschaft an der JGU sind hierbei ausdrücklich erwünscht! Die Veranstaltung ist Teil der Informations- und Austauschreihe zu Carearbeit und Universität 'KEINE SORGE(n)?!' und wird von der Stabsstelle Gleichstellung und Diversität am Fachbereich 05 - Philosophie und Philologie in enger Kooperation mit dem Familien-Servicebüro organisiert. Detaillierte Informationen und den Link zur Anmeldung finden Sie auf der Homepage des Fachbereichs.

Aktueller Newsletter
Aktuelles Vorlesungsverzeichnis der Diversität- und Geschlechterforschung
Auch in diesem Semester haben wir Ihnen ein Verzeichnis von Veranstaltungen an der JGU zu Themen der Diversitäts- und Geschlechterforschung, wie bspw. der Genderstudies, sowie angrenzender Bereiche zusammengestellt. Das aktuelle Verzeichnis finden Sie auf dieser Seite.
Lunch Lectures - Denkanstösse - Food for Thought I ab November 2022 am Fachbereich 05

Gemeinsam mit dem Fachbereich 05 - Philosophie und Philologie laden wir Sie zu Kurzvorträgen über aktuelle (Gender-) Forschungsthemen ein. Lehrende, Promovierende und Studierende geben Einblick in die Themen und bieten Raum zur Diskussion.

08.11.2022 Christiana Schallhorn - Frauen in der Männerdomäne Sport? Aktuelle Entwicklungen und Tendenzen
29.11.2022 Hanna Peaceman - Zwischen Legitimation und Kritik: Wie umgehen mit Rassismus, Antisemitismus und Sexismus in Werken der klassischen Deutschen Philosophie?
13.12.2022 Justus Pötzsch - Wer ist der Anthropos im Anthropozän? Feministische Wissenschaft- & Technikforschung am Gegenstand der neuen Erdepoche ‚des Menschen‘
10.01.2023 Elia Scaramuzza - Didaktische Annahmen und theoretische Bezüge in digitalen Materialien geschlechterreflexiver Bildung
17.01.2023 Mélissa Buecher-Nelson - Die Zukunft eines dekolonialen Feminismus. Oder wie Feminismus im afrofuturistischen Roman Rouge impératrice (2019) in Zukunft aussehen kann
24.01.2023 Stefanie Elsen - Behinderung in der Moralphilosophie
31.01.2023 Laura Anna Klein - Reproduktive Freiheiten unter dem Grundgesetz

Die Veranstaltungen finden jeweils dienstags ab 12:15 Uhr digital auf MS Teams (Code: flssk86) statt. Eine Anmeldung ist möglich. Eine spontane Teilnahme ist ebenfalls möglich. Alle interessierten Mitglieder der JGU sind willkommen. Weitere Informationen finden Sie hier.

14. September 2022 | 14-16 Uhr | Online-Vortrag "Biases and Career Paths in Academia"

Wir laden Sie herzlich zum Online-Vortrag "Biases and Career Path in Academia" mit Prof. Tomas Brage (Universität Lund, Schweden) am Mittwoch, den 14. September, um 14 Uhr, ein.

Evaluierungen und Auswahlverfahren sind Kernbestandteile akademischer Prozesse und Karrierewege. Aber auch sie sind anfällig für Voreingenommenheit. Studien zeigen, dass Vorurteile ein klares Hindernis für faire Prozesse sind, auf die sich das meritokratische Prinzip der akademischen Welt stützt. In seiner Keynote zur Eröffnung der RMU Wochen der Chancengleichheit wird Prof. Tomas Brage über Voreingenommenheit als psychologisches, individuelles und systemisches Problem sprechen, dass Prozesses stört und akademische Karrieren behindern kann.

Tomas Brage ist Professor für Physik an der Universität Lund (Schweden) und Vorsitzender der Sektion für Gleichstellung, Vielfalt und Integration der Schwedischen Physikalischen Gesellschaft.

Die Veranstaltung findet via zoom statt, eine Voranmeldung ist nicht erforderlich:

https://uni-frankfurt.zoom.us/j/64584841660?pwd=VmoycUR2eTdra1JaSGtKSFVuSzBGdz09
Meeting-ID: 645 8484 1660 |Kenncode: 616021

>> Mehr Informationen:  Flyer Vortrag "Biases and Career Path in Academia"

Wir freuen uns auf Sie!

RMU Wochen der Chancengleichheit | Workshopprogramm ab September

Im Rahmen der Allianz der Rhein-Main-Universitäten organisieren die Gleichstellungsbüros der TU Darmstadt, der Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in diesem Herbst erneut die online-Veranstaltungsreihe Wochen der Chancengleichheit in Forschungsverbünden.

Neben dem Vortrag "Biases and Career Paths in Academia" am 14.09. bieten wir Ihnen auch die Möglichkeit zum intensiven Austausch in Kleingruppen in den Online-Workshops:

  • 29. September: Gender and Diversity in Science. Does scientific thinking protect us from unconscious bias?
  • 6. Oktober: The (in)compatibility of academic work and care work. Building resilience through mindfulness.
  • 13. Oktober: Career Crafting für Nachwuchswissenschaftlerinnen
  • 15. Dezember: Erfolgreich führen: heterogene Teams gender- und diversitätssensibel leiten

Detaillierte Informationen zu den Inhalten und zur Anmeldung finden Sie im
>> Veranstaltungsprogramm der RMU Wochen der Chancengleichheit 2022

Zielgruppe: Mitglieder der JGU

Anmeldung: online über Antrago

Im November 2021 verabschiedete der Senat eine Handreichung zu diskriminierungsarmer Sprache an der JGU. Damit verbunden war der Auftrag, diese Handreichung innerhalb der Universität zu diskutieren und beständig zu erweitern.
Um einerseits eine konstruktive Auseinandersetzung mit genderinklusiver Sprache anzustoßen und andererseits bisher nur am Rande berücksichtigte Aspekte sprachlicher Diskriminierungsrisiken wie u. a. Alter, Klasse, Status, Behinderung, Hautfarbe oder Herkunft zu thematisieren und perspektivisch stärker mitzudenken, soll ein kontinuierlicher Austausch zu Fragen diskriminierungsarmer Sprache gefördert werden.
Deshalb laden wir alle, die an einer respektvoll und auf Augenhöhe geführten Diskussion interessiert sind, zu folgender Kick-off-Veranstaltung ein. Zusagen werden bis spätestens 17. Juni verschickt.
Bitte sagen Sie rechtzeitig ab, sollten Sie den Termin nicht wahrnehmen können, damit ggf. Personen nachrücken können.

Handreichung Diskriminierungsarme Sprache erschienen
In den Jahren 2020/2021 wurde an der JGU eine Handreichung entwickelt und im Senat diskutiert, die unterschiedliche Aspekte diskriminierungsarmer Sprache aufgreift und praktische Beispiele und unterschiedliche Anwendungsebenen aufzeigt. Mit dieser Handreichung möchte die JGU ihre Mitglieder dazu anregen, ihre Sprachpraxis zu reflektieren und einen Anstoß sowie praktische Tipps zur Umsetzung einer diskriminierungsarmen Sprache geben. Dabei gibt sie über das Thema einer gendersensiblen Kommunikation hinaus Impulse in Hinblick auf eine Sprachpraxis, die andererseits bisher nur am Rande berücksichtigte Aspekte sprachlicher Diskriminierungsrisiken wie u. a. Alter, Klasse, Status, Behinderung, Hautfarbe, Herkunft zu thematisieren und perspektivisch stärker mitzudenken.